Ökumenischer Neujahrsempfang 2014

Locker und heiter, wie bei einem Familientreffen, ging es beim Neujahrsempfang der Sarstedter Kirchen zu, der in diesem Jahr in der neuapostolischen Kirche stattfand.

Auch beim Gottesdienst konnte man diese Heiterkeit spüren. "Glück" war das Thema des Gottesdienstes. Dass dabei der Funke übersprang, bestätigte Bürgermeister Karl-Heinz Wondratschek: "Wir haben heute schon 'Glück' gehabt, nämlich an diesem schönen Gottesdienst teilzunehmen."
Er habe mit viel Freude dem Gesang und mit großem Interesse der Predigt von Pfarrer Harald Volkwein gelauscht. "Ich hatte das Gefühl, an der einen oder anderen Stelle hätte man gern geklatscht", bekannte er. Die Anwesenden unterstrichen dies mit lautem Applaus.

Thomas Sperling, Vorsteher der neuapostolischen Gemeinde in Sarstedt, begrüßte zu Beginn des ökumenischen Gottesdienstes die Gäste des Neujahrsempfangs. Unter ihnen befanden sich neben dem Bürgermeister auch ein Vertreter der Polizeidienststelle Sarstedt und Mitglieder von Stadtrat und Verwaltung. Ebenfalls unter den Teilnehmern waren Vertreter der örtlichen Vereine und Verbände sowie Mitglieder aus allen Kirchengemeinden Sarstedts.

Nach der Psalmlesung durch Selina Meier und Willi Eike folgte die Bibellesung durch Pastorin Christiane Schiwek. Die anschließende Predigt von Pfarrer Harald Volkwein stand unter dem Thema der Jahreslosung 2014 der Evangelischen Kirche

"Gott nahe zu sein ist mein Glück".

Diese Losung berühre ihn zutiefst und sei eine starke Motivation, sagte der katholische Geistliche. In einem Hörbuch rät der Psychiater, Psychologe und Hochschullehrer Manfred Spitzer den Menschen, sie sollten nicht in Sachen, sondern in Erlebnisse investieren. Erlebnisse machten den Menschen glücklich.

Ein kleiner, aber feiner Chor unter Leitung von Ralf Meier umrahmte den Gottesdienst. Das i-Tüpfelchen der Liedvorträge war das Lied "Gott ist da", welches mit der Unterstützung von Kindern der Gemeinde gesungen wurde.

Vor dem Schlussgebet, das Pastor Lutz Krügener sprach, wies Pastor Hans-Peter Borcholt auf die Kollekte hin. Die Sammlung war für den ökumenischen Hospizdienst bestimmt. Dieser Dienst begleitet schwerstkranke und sterbende Menschen und deren Angehörige auf der Grundlage der Hospizbewegung und auf der Basis der Unantastbarkeit der Würde eines jeden Menschen – ganz unabhängig von Glauben oder Weltanschauung des Betreuten.

Der Hospizdienst besteht ausschließlich aus ehrenamtlichen Mitarbeitern, die sowohl in Privathaushalte als auch in Altenheime gehen. "Die Ehrenamtlichen müssen aber auch vorbereitet und weitergebildet werden, deswegen ist der Hospizdienst auf Spenden angewiesen", erklärte Pastor Borcholt. Und dann erlebten er und alle Gäste eine Überraschung. Andreas Wagner und Willi Eike von der neuapostolischen Gemeinde Sarstedt überreichten ihm eine Spende in Höhe von 400 EUR für den Hospizdienst. Das Geld stammt aus Spenden für Aktionen zum hundertjährigen Jubiläum der neuapostolischen Kirchengemeinde in 2013.

Schließlich wurden alle Gäste zum "ökumenischen Büfett" eingeladen. Es bestand aus kulinarischen Spezialitäten, die Mitglieder aller Sarstedter Kirchengemeinden beigesteuert hatten. Der vorangegangene Gottesdienst und die Übergabe des Couragepreises durch Bürgermeister Karl-Heinz Wondratschek an Philip Buchholz und Carsten Matzek boten viel Gesprächsstoff. Die Gäste machten reichlich Gebrauch davon und tauschten sich in den Nebenräumen des Kirchengebäudes angeregt untereinander aus.

T.S.